Wenn Sie sich kürzlich nach einer Spiegelplatte aus Kunststoff umgesehen haben, ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass dasselbe Produkt unter mindestens drei verschiedenen Bezeichnungen verkauft wird. Ein Anbieter bezeichnet es als Acrylspiegel. Ein anderer führt es als „Plexiglas-Spiegel“ auf. Eine britische Website bezeichnet es als „Perspex-Spiegel“. Ein Fachhändler könnte sein Produkt als „PMMA-Spiegel“, „verspiegeltes Acryl“ oder sogar als „Acrylglas-Spiegel“ beschreiben.
Die kurze Antwort auf die Frage im Titel lautet: Ja, es handelt sich im Wesentlichen um dasselbe Produkt. Die ausführlichere Antwort – um die es in diesem Beitrag geht – erläutert, woher die Bezeichnungen stammen, wann die Unterschiede tatsächlich eine Rolle spielen und wie man das Angebot eines Anbieters interpretieren sollte, wenn dieser den einen oder den anderen Begriff verwendet.
Dieser Artikel ist eine hilfreiche Lektüre, bevor Sie eine Bestellung aufgeben, insbesondere wenn Sie bei Lieferanten aus verschiedenen Regionen einkaufen oder Preise in Angeboten vergleichen, in denen nicht dieselbe Terminologie verwendet wird.
Worauf sich all diese Bezeichnungen eigentlich beziehen
Das Ausgangsmaterial
Jedes in diesem Beitrag vorgestellte Produkt besteht aus einem einzigen Material: Polymethylmethacrylat, abgekürzt PMMA. Es handelt sich um einen transparenten Thermoplast – einen klaren Kunststoff, der erhitzt, geformt und neu geformt werden kann. Laut dem Wikipedia-Eintrag zu PMMA wurde das Polymer in den 1920er- und 1930er-Jahren entwickelt und wird seit 1933 kommerziell hergestellt.
PMMA ist die chemische Bezeichnung. „Acryl“ ist die allgemeine Kurzbezeichnung. Alles andere – Perspex, Plexiglas, Lucite, Acrylite, Optix, Crystallite, Altuglas und ein Dutzend weiterer Bezeichnungen – sind Markennamen. Das Verhältnis ist identisch mit dem zwischen „Kleenex“ und „Taschentuch“ oder „Band-Aid“ und „Heftpflaster“: Das eine ist ein markenrechtlich geschützter Produktname, das andere die allgemeine Bezeichnung für das Material.
Wie sich die Markennamen auf PMMA beziehen
Die wichtigsten Markennamen, auf die Sie stoßen werden:
Plexiglas (beachten Sie das einzelne „s“ in der Schreibweise des Markennamens) wurde 1933 vom deutschen Chemieunternehmen Röhm & Haas entwickelt. In der Materialgeschichte von TAP Plastics wird darauf hingewiesen, dass die Marke in Nordamerika so weit verbreitet war, dass „Plexiglass“ – mit zwei „s“ – zum allgemeinen Begriff für jede durchsichtige Acrylplatte wurde. Die markenrechtlich geschützte Schreibweise gehört nach wie vor der Röhm GmbH, die das Material in Europa, Asien, Afrika und Australien als PLEXIGLAS® und in Nord- und Südamerika als ACRYLITE® vermarktet.
„Perspex“ ist die entsprechende Bezeichnung im Vereinigten Königreich. Das Material wurde in den 1930er Jahren von ICI Acrylics entwickelt; die Marke gehört heute zu Lucite International (einer Tochtergesellschaft der Mitsubishi Chemical Corporation). „Perspex“ ist in Großbritannien und den Commonwealth-Ländern der vorherrschende, durch Assoziation entstandene Gattungsbegriff für klares Acryl – wenn ein britischer Kunde nach „Perspex“ fragt, meint er damit fast immer eine beliebige klare Acrylplatte und nicht speziell das Markenprodukt.
Lucite wurde ursprünglich in den 1930er Jahren von DuPont entwickelt und erlangte im Möbel- und Schmuckdesign der Mitte des Jahrhunderts kulturelle Bedeutung. Die Marke befindet sich mittlerweile im Besitz von Lucite International.
Andere Markennamen – Acrylite, Optix, Crystallite, Altuglas, Cyrolite, Oroglas, Sumipex – bezeichnen dasselbe Material verschiedener Hersteller. Der Wikipedia-Eintrag zu PMMA listet mindestens fünfzehn anerkannte Markennamen auf; in der Praxis werden Ihnen jedoch regelmäßig nur vier oder fünf davon begegnen.
Die praktischen Auswirkungen
Alle Produkte, die als „Plexiglas-Spiegel“, „Perspex-Spiegel“, „Lucite-Spiegel“ oder „Acrylglas-Spiegel“ verkauft werden, basieren auf demselben PMMA-Trägermaterial wie die Acrylspiegelplatten, die wir in unserem umfassenden Leitfaden zu Acrylspiegelplatten behandeln. Der Aufbau ist identisch: eine PMMA-Platte mit einer einseitig im Vakuum aufgebrachten reflektierenden Metallbeschichtung und einer Schutzfolie auf der Rückseite.
Der Markenname in der Auflistung sagt in der Regel mehr über den regionalen Markt des Anbieters aus als über das Produkt selbst.
Regionale Namenskonventionen
Nordamerika
Die in den USA und Kanada vorherrschenden Begriffe sind „Acryl“ und „Plexiglas“, die weitgehend synonym verwendet werden. Branchenlieferanten bevorzugen in der Regel „Acryl“, da es sich dabei um die technisch korrekte Sammelbezeichnung handelt; auf Verbraucher-Websites wird häufig „Plexiglas“ verwendet, da die Kunden danach suchen. T&T Plastic Land geht direkt auf diesen Punkt ein: Das Unternehmen vertritt die Auffassung, dass beide Begriffe akzeptabel sind, „Acrylplatte“ im Gespräch mit Verarbeitern jedoch die genauere Bezeichnung ist.
Insbesondere bei Acrylspiegeln verwenden US-amerikanische Anbieter häufiger die Bezeichnungen „Acrylspiegelplatte“ oder „verspiegelte Acrylplatte“ als „Plexiglas-Spiegel“. Der Grund dafür liegt vor allem in der Vorsicht im Hinblick auf Markenrechte – die Röhm GmbH verteidigt die Marke Plexiglas® aktiv, und Produktangebote, die die markenrechtlich geschützte Schreibweise für Materialien verwenden, die nicht von Röhm stammen, riskieren Klagen wegen Markenrechtsverletzung.
Vereinigtes Königreich und Commonwealth
Im Vereinigten Königreich ist „Perspex“ der gängige Begriff für jede Art von transparenter Acrylplatte. Britische Anbieter führen „Perspex-Spiegel“ neben „Acrylspiegel“ im Sortiment und behandeln beide als dasselbe Produkt, auch wenn die Platten tatsächlich von anderen Herstellern als Lucite International bezogen werden. Sheet Plastics, ein britischer Anbieter, weist ausdrücklich darauf hin, dass das Unternehmen die Marke „Perspex“ nicht speziell führt, sondern gleichwertige Acrylplatten liefert – eine auf dem britischen Markt übliche Vorgehensweise.
Die Daten zur Stichwortsuche spiegeln diese regionale Aufteilung wider. In unserer Untersuchung generieren „Perspex Acrylic Mirror“ und verwandte Varianten in englischsprachigen Märkten monatlich rund 2.400 Suchanfragen, wobei der Großteil des Suchverkehrs aus Großbritannien, Australien und Indien stammt. Im Vergleich dazu generiert „Plexiglass Acrylic Mirror“ monatlich etwa 250 Suchanfragen, hauptsächlich in Nordamerika.
Kontinentaleuropa und Asien
In Deutschland, der ursprünglichen Heimat von Plexiglas®, wird der Markenname häufiger für das eigentliche Produkt von Röhm verwendet. Auf anderen europäischen Märkten sieht die Situation unterschiedlich aus – in Frankreich ist Altuglas eine bekannte Marke; in Italien und Spanien dominieren allgemeine Bezeichnungen wie „Metacrilato“.
Auf den asiatischen Märkten werden Acrylspiegelplatten in englischsprachigen Produktlisten in der Regel als „Acrylspiegel“ bezeichnet, wobei die Marke „Sumipex“ von Mitsubishi und mehrere in China hergestellte Äquivalente die am häufigsten vorrätigen Materialien sind.
Das Bild zeigt große Spiegelplatten, die in unserem Werk hergestellt werden. Das Material ist nicht unbedingt Acryl; wir bieten auch Spiegelplatten aus PC, PS und PETG an.


Wenn die Namensgebung tatsächlich eine Rolle spielt
Für die meisten Käufer spielt der Markenname in einem Produktangebot keine Rolle – entscheidend sind vielmehr die zugrunde liegenden Materialspezifikationen (gegossenes oder stranggepresstes Acryl, Plattendicke, Oberflächenqualität und Beschichtungsart). Es gibt jedoch einige wenige Fälle, in denen diese Unterscheidung sehr wohl eine Rolle spielt, und es lohnt sich, diese zu kennen.
Beschaffung von markenspezifischem Material
In technischen Spezifikationen, öffentlichen Ausschreibungen und einigen industriellen Anwendungen wird gelegentlich ein bestimmter Markenname vorgeschrieben. Eine Spezifikation könnte beispielsweise lauten: „Plexiglas SBC-007 Spiegelplatte, 6 mm“ – was bedeutet, dass der Käufer das tatsächliche Produkt von Röhm verlangt und kein gleichwertiges Produkt. In diesen Fällen ist die Markenspezifikation verbindlich, und ein Austausch bedarf der schriftlichen Genehmigung.
Sofern Sie nicht nach einer verbindlichen Spezifikation arbeiten, sind Markenspezifikationen selten und in der Regel unnötig. Die meisten großen Hersteller produzieren Materialien, die gleichwertigen technischen Standards entsprechen.
Qualitätsunterschiede zwischen den Marken
Zwar basieren alle PMMA-Acrylspiegel auf demselben chemischen Substrat, doch variiert die Fertigungsqualität. Premium-Marken – Plexiglas, Perspex, Acrylite, Lucite – zeichnen sich im Allgemeinen durch engere Fertigungstoleranzen, eine bessere optische Klarheit und eine gleichmäßigere Farbabstimmung aus als kostengünstigere Alternativen. Laut „Plexiglass Acrylic Sheets“ von Sheet Plastics ist der Unterschied zwischen dem Markenprodukt Perspex und No-Name-Produkten in der praktischen Anwendung „sehr gering“, doch bei optischen Anwendungen, bei Beschilderungen, die Farbkonsistenz erfordern, oder bei Laserschneidanwendungen schneiden die Premium-Marken in der Regel besser ab.
Bei den meisten Anwendungen von Acrylspiegeln – Wandspiegel, Ladeneinrichtungen, Spiegel in Fitnessstudios, Beschilderungen – ist der Unterschied zwischen Premium-Markenprodukten und No-Name-Acrylspiegeln so gering, dass der Preis oft zum entscheidenden Faktor wird. Bei hochwertigen dekorativen oder designorientierten Projekten lohnt sich der Aufpreis für Markenmaterial manchmal.
Guss vs. Strangpressprofil (wichtiger als die Marke)
Der Unterschied zwischen gegossenem und extrudiertem Acryl ist wichtiger als der Markenname. Sowohl Perspex als auch Plexiglas werden in gegossener und extrudierter Ausführung hergestellt. Gegossenes Acryl bietet im Allgemeinen eine bessere optische Klarheit, Oberflächenhärte und chemische Beständigkeit; extrudiertes Acryl ist maßhaltiger und kostengünstiger.
Bei der Bestellung von Acrylspiegeln ist es wichtiger zu wissen, ob es sich um gegossenes oder extrudiertes Material handelt, als die Marke zu kennen. Auf diesen Unterschied sind wir in unserer Einführung zu Acrylspiegeln ausführlich eingegangen.
Konkrete Varianten, auf die Sie stoßen werden
Einige Produktnamen, die regelmäßig auftauchen und bei Käufern für Verwirrung sorgen können:
Plexiglas-Spiegel
Eine handelsübliche Acrylspiegelplatte, die unter der Bezeichnung „Plexiglas“ verkauft wird. In der Praxis kann es sich dabei entweder um echtes Material der Marke Röhm Plexiglas handeln oder um generisches Acrylspiegelglas, das unter dieser umgangssprachlichen Bezeichnung verkauft wird. Bei den meisten Angeboten im Einzelhandel ist von Letzterem auszugehen, sofern der Anbieter nichts anderes angibt.
Plexiglas-Spiegel
Das britische Äquivalent. Erhältlich in Standard-Silber sowie in denselben farbigen Ausführungen (Gold, Roségold, Bronze, Rauchschwarz und weitere), die in unserem Leitfaden zu den Farbvarianten aufgeführt sind. Britische Anbieter führen häufig sowohl Platten der Marke Perspex als auch generische Alternativen in verschiedenen Preisklassen.
Spiegel aus Acrylglas
Eine wörtliche Beschreibung statt eines Markennamens. PMMA wird manchmal als „Acrylglas“ bezeichnet, da es als Glasersatz verwendet wird, doch dieser Begriff kann gelegentlich irreführend sein – je nach Kontext kann er sich entweder auf eine klare Acrylplatte (ohne Spiegelbeschichtung) oder auf eine verspiegelte Acrylplatte beziehen. Wenn Sie in einer Produktbeschreibung „Acrylglas-Spiegel“ lesen, erkundigen Sie sich beim Anbieter, ob es sich tatsächlich um eine verspiegelte Platte handelt.
Lucite-Spiegel
In aktuellen Verkaufsangeboten eher selten anzutreffen, taucht es jedoch im Zusammenhang mit Vintage- und Antikmöbeln auf. Lucite war in den 1960er- und 1970er-Jahren ein beliebtes Material für Möbel, und der Begriff „Lucite-Spiegel“ bezieht sich manchmal speziell auf Stücke aus der Mitte des Jahrhunderts mit verspiegelten Acrylkomponenten und nicht auf das moderne Plattenprodukt.
PMMA-Spiegel
Die Fachbezeichnung, die vor allem im Industrie- und Ingenieurwesen verwendet wird. Wenn ein Anbieter ein Produkt als „PMMA-Spiegel“ vermarktet, richtet er sich in der Regel an B2B-Kunden, und das Produktangebot enthält meist detailliertere technische Spezifikationen als ein auf Endverbraucher ausgerichtetes Angebot.
Manchmal sind mit „PMMA-Spiegeln“ nicht unbedingt Plattenmaterialien gemeint; auch gewöhnliche kleine Linsen, die durch Zuschneiden von Spiegelplattenmaterialien hergestellt werden, können als „PMMA-Spiegel“ bezeichnet werden.


Was dies für Spezialvarianten bedeutet
Die Frage der Namenskonvention betrifft auch die Kategorien der Spezialspiegel aus Acryl. Das Produkt, das als „Perspex-Zweiwegspiegel“ aufgeführt ist, ist dasselbe Produkt wie ein „Zweiweg-Plexiglas-Spiegel“ oder eine „Zweiweg-Acrylspiegelplatte“ – bei allen handelt es sich um PMMA mit dünneren Reflexionsbeschichtungen, die eine teilweise Lichtdurchlässigkeit ermöglichen. Wir gehen in unserem speziellen Leitfaden zu Zweiwegspiegeln ausführlich auf die optischen Eigenschaften ein.
Das Gleiche gilt für die gesamte Kategorie der gekrümmten Spiegel. Konvexe Spiegel, Kuppelspiegel und parabolisch-konkave Varianten werden je nach Anbieter manchmal als „Perspex-Konvexspiegel“, „Plexiglas-Kuppelspiegel“ oder „Acryl-Sicherheitsspiegel“ verkauft. Das Produkt ist dasselbe; die Bezeichnung spiegelt regionale Gepflogenheiten wider. Unsere Übersicht über gewölbte Spiegel behandelt die tatsächlichen Produktunterschiede.
Für Umgebungen, in denen Feuchtigkeit regelmäßig ein Problem darstellt, werden beschlagfreie Spiegel unter denselben regionalen Bezeichnungen angeboten. Unser Sortiment an großen Spiegelplatten verwendet die Standardbezeichnungen, die Sie bei den meisten internationalen Anbietern vorfinden werden.
Kurzübersicht: Dasselbe Produkt unter verschiedenen Namen
Wenn Sie Angebote verschiedener Anbieter vergleichen, sind die folgenden Begriffe im Zusammenhang mit einer flachen Spiegelplatte im Wesentlichen austauschbar:
- Acrylspiegelplatte
- Spiegelplatte aus Acryl
- Spiegelnde Acrylplatte
- Acrylglasplatte mit Spiegelbeschichtung
- PMMA-Spiegel
- Plexiglas-Spiegel
- Plexiglas-Spiegel
- Plexiglas-Spiegel
- Lucite-Spiegel
- Spiegel aus Acrylglas
- Spiegelplatte aus Kunststoff (gelegentlich)
Alle beziehen sich auf dieselbe Konstruktion: eine vakuummetallisierte PMMA-Platte mit einer Schutzfolie auf der Rückseite, die bei den verschiedenen Anbietern in etwa denselben Größen- und Stärkenbereichen erhältlich ist. Preisunterschiede zwischen den Angeboten sind häufiger auf die Qualität der Platten, Gebühren für Zuschnitte nach Maß und den Aufschlag des Anbieters zurückzuführen als auf Faktoren, die mit dem Markennamen selbst zusammenhängen.
Worauf man statt auf den Markennamen achten sollte
Beim Vergleich von Acrylspiegelprodukten verschiedener Anbieter sind folgende Spezifikationen für die Leistung tatsächlich ausschlaggebend:
- Gegossenes oder extrudiertes Acryl – beeinflusst die optische Klarheit, die Oberflächenhärte und die Toleranz
- Dicke – beeinflusst Steifigkeit, Ebenheit und Preis
- Art der reflektierenden Beschichtung – in der Regel Aluminium, manchmal Chrom oder Spezialmetalle
- Blechgüte – Material der Premium-Güteklasse weist weniger Oberflächenfehler auf
- Eignung für den Innen- oder Außenbereich – die meisten Acrylspiegel sind ausschließlich für den Innenbereich geeignet
- Schnitttoleranz – relevant für Einbauinstallationen
- Farbkonsistenz von Charge zu Charge – relevant für Projekte, bei denen mehrere Platten bestellt werden
- Maßgeschneiderte Zuschnitt- und Fertigungsoptionen – relevant für Sondergrößen
Das sind die Fragen, die man einem Lieferanten stellen sollte. Der Markenname ist dabei selten ein aussagekräftiger Anhaltspunkt – hochwertige Materialien werden unter generischen Bezeichnungen verkauft, während minderwertige Materialien manchmal unter Premium-Markennamen angeboten werden, wobei die Verkäufer den Bekanntheitsgrad der Marke ausnutzen.
Abschließender Hinweis zur Rechtschreibung
Eine kleine, aber hartnäckige Quelle der Verwirrung: „Plexiglas“ (mit einem „s“) ist der markenrechtlich geschützte Markenname. „Plexiglass“ (mit zwei „s“) ist die umgangssprachliche Bezeichnung im nordamerikanischen Englisch. Beide Bezeichnungen beziehen sich auf dasselbe Material, rechtlich geschützt ist jedoch nur die Schreibweise mit einem „s“. In den meisten für Verbraucher bestimmten Angeboten wird die Schreibweise mit zwei „s“ verwendet; markenbewusste Branchenwebsites und Lieferanten tendieren hingegen dazu, die Schreibweise mit einem „s“ zu verwenden.
Ebenso wird „Perspex“ im formellen Sprachgebrauch stets großgeschrieben, da es sich um ein Markenzeichen handelt – auch wenn es umgangssprachlich verwendet wird. „Acryl“ wird hingegen nie großgeschrieben, da es sich um eine allgemeine Materialbezeichnung handelt.
All dies hat keinen Einfluss darauf, was Sie bei Ihrer Bestellung tatsächlich erhalten. Es ist jedoch nützliches Hintergrundwissen, wenn Sie technische Daten lesen, Angebote verschiedener Anbieter vergleichen oder herausfinden möchten, was ein Kunde genau meint, wenn er anruft und nach „Plexi“ oder „Perspex-Glas“ fragt.